28 Juni 2008
… ist es eine weite Reise, die Friedmann zufolge die SPD hat ausbluten lassen. So vergleicht sich Friedmann mit dem Totengräber der SPD, der nur noch darauf wartet, wann endlich das letzte Umfrageprozent erloschen ist.
Obwohl ich kein Fan von Friedmanns überaus pointierter, gar polemischer, Ausdrucksweise bin, so ist dieser Beitrag doch meiner Meinung nach ausgesprochen gut gelungen. Jeder Satz ein Treffer!
http://www.watchberlin.de/watchberlin/#watchberlin-content-11174-2-V
Keine Kommentare » |
Generell | Getaggt: Friedmann, SPD, Totengräber |
Permalink
Verfasst von rossbach
19 Juni 2008
Folgender Aktion schließe ich mich gerne an, denn es kann nicht sein dass ein paar Reaktionäre und Krachmacher unsere weltoffene Stadt als Bühne missbrauchen:
Unter dem Titel „Nein zur Islamisierung – Nein zur Kölner Großmoschee“ will die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ am 19. und 20. September 2008 einen internationalen Kongress in unserer Stadt durchführen. Neben dem Vorsitzenden des französischen „Front National“ Jean-Marie Le Pen soll u.a. der verurteilte Holocaust- Leugner Nick Griffin, Vorsitzender der British National Party, als einer der Redner
auftreten. Die angekündigten Referenten und die Veranstalter wollen mit ihrer rassistischen Hetze, die sich (nicht nur) gegen hier lebende Muslime richtet, den Kommunal- und Europawahlkampf vorbereiten.
Wir rufen dazu auf, dies nicht tatenlos hinzunehmen – der angekündigte Rassistenkongress darf nicht stattfinden: Wir stellen uns quer gegen Rassisten, Neonazis und international angekündigte Holocaust-Leugner. Wir werden am 19. und 20. September präsent sein, denn Köln ist bunt, nicht braun – und das soll auch so bleiben!
Wir fordern Oberbürgermeister Schramma und den Polizeipräsidenten Steffenhagen auf, alles ihnen Mögliche zu unternehmen, damit die Hetzveranstaltung nicht stattfinden kann. Köln ist dem Städtebündnis gegen Rassismus beigetreten, deshalb betrachten wir es als unsere Pflicht, aktiv zu werden. Wir treten für ein friedliches Miteinander ein. D.h. aber auch, dass wir uns schützend vor Kölnerinnen und Kölner stellen, die
diskriminiert und diffamiert werden sollen. Wir treten ein für Toleranz, Achtung und für einen interkulturellen und interreligiösen Dialog. Gemeinsam sind wir Köln!
Mit folgendem PDF können Sie die Aktion unterstützen: top-anlage-wir-stellen-uns-quer1
Keine Kommentare » |
Generell |
Permalink
Verfasst von rossbach
15 Juni 2008
Eine interessante Vermutung, warum Steinmeier als SPD-Kanzlerkandidat gesetzt sei, hat PR-Urgestein Michael Spreng parat. Anlass ist eine Äusserung von SPD-General Heil nach einer Vorstandssitzung am Montag in Berlin: ”Wenn wir die K-Frage entschieden haben, suchen wir einen Mann oder eine Frau für die Kommunikation.”
Spreng sieht darin gegenüber der FTD ein Indiz gegen Beck als Kanzlerkandidat, denn: “Selbst der beste Kommunikationschef Europas würde an der Aufgabe scheitern, Herrn Beck zu verkaufen. Beck hat seinen Ruf selbst zerstört, und zwar irreparabel. Seine Glaubwürdigkeit ist völlig verloren.” Bei Beck würde sich die Unterstützung durch einen neuartigen strategischen Koordinator für Kommunikation, den Heil gegenüber der FAZ erwähnte, also nicht lohnen.
Die FTD sieht Neuland für die SPD: entgegen der früheren Positionierung eines Bodo Hombach oder Matthias Machnig in der SPD geht es jetzt um die Steuerung der Partei-Kommunikation durch Externe. Diese neue Sichtweise könnte die Festlegung auf Steinmeier als K-K ankündigen. Und die Frage aufwerfen: hat die SPD keine eigenen PR-Profis mehr … und: wird Michael Spreng nun den Wahlkampf für Steinmeier organisieren
Quellen:
- Pfeffers PR-Newsletter Nr 160; 10.06.08
- http://www.pr-journal.de/index.php?option=com_content&task=view&id=6161&Itemid=2 ; 15.06.08
- http://www.ftd.de/politik/deutschland/:SPD%20Superkommunikator/363613.html ; 15.06.08
2 Kommentare |
Generell | Getaggt: Beck, Kanzlerkandidat, Michael Spreng, PR-Journal, Steinmeier |
Permalink
Verfasst von rossbach
2 Juni 2008
Der Vetter eines Freundes hat Leukämie und braucht dringend unsere Hilfe. Nur eine Stammzelltransplantation kann das Leben des 23-jährigen André W. aus Köln-Holweide retten. Für viele Leukämiepatienten ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die einzige Heilungsmöglichkeit. Auch André sucht einen passenden Spender. Leider passen die Gewebemerkmale der Zwillingsschwester und des jüngeren Bruders nicht zu denen von André.
Unter der Schirmherrschaft von Stadtrat Hans-Werner Bartsch engagiert sich deshalb die Initiativgruppe „Hilfe für André und andere“ zusammen mit der DKMS Deutsche Knochenmark-Spenderdatei für eine Aktion zur Gewinnung neuer potenzieller Stammzellspender.
Wie können Sie André und anderen Patienten helfen?
TYPISIERUNG bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Über Mundabstrich und/oder kleine Blutentnahme kann Ihr Typ an Knochenmark schon festgestellt werden. Wenn Sie “passen” (nicht nur für Andre, sondern auch künftig für andere Betroffene), reicht es in den meisten Fällen, wenn Sie eine Blutspende abgeben. Es wird kein Rückenmark entnommen - das ist ein altes Gerücht! Wenn, dann wird Mark und Blut unter Vollnarkose aus Oberschenkel und Becken entnommen. Damit retten Sie Leben.
Am Samstag, den 14.06.2008 von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Gesamtschule Holweide, Burgwiesenstr. 125,
51067 Köln oder per GELDSPENDE (damit die Kosten der Typisierung für andere übernommen werden können): DKMS Spendenkonto:12 01 00, Kreissparkasse Köln BLZ 370 502 99 (Stichwort André aus Köln).
Keine Kommentare » |
Generell |
Permalink
Verfasst von rossbach
31 Mai 2008

Es gibt Menschen, die an Märchen erinnern. Nicht nur wegen einer Ähnlichkeit mit Galadriel (Herr der Ringe / Kate Blanchett), sondern auch wegen der besonderen Geschichte, die sich mit einem solchen Menschen verbindet. Diese Erfahrung führt zu der Frage: kann daraus auch das ganz persönliche Märchen entstehen
Wenn man der überwiegenden wissenschaftlichen Meinung glauben darf, dann: ja. “”Das Selbst ist eine Geschichte, die fortwährend neu geschrieben wird”, sagt der Psychologe Jerry Bruner: Wir alle seien immerzu damit beschäftigt, uns “in Erzählungen selbst zu definieren” und “werden schließlich selbst zu den autobiographischen Erzählungen, in denen wir von unserem Leben berichten.”
Auch Oliver Sacks ist dieser Meinung: Jeder einzelne von uns “konstruiert und lebt eine ‘Erzählung’, [und] diese Erzählung ist er, ist seine Identität”. Die Geisteswissenschaften wiederholen diese Auffassung im Chor: Von der Literaturwissenschaft über die Psychologie, Ethnologie, Soziologie bis hin zur Philosophie; und auch die Politik- und Religionswissenschaften, die Psychotherapie, die Medizin, die Rechtswissenschaften, und Fächer wie Marketing und Design stimmen ein. Überall wird behauptet, daß Menschen ihr Leben typischerweise als eine Erzählung oder Geschichte erleben, oder doch zumindest als eine Anthologie aus mehreren Geschichten.”
Dennoch gibt es Zweifel: sind also Menschen, die sich ganz aus der Situation heraus definieren, nahezu unmoralisch? Dies wird erörtert in einem Artikel von Prof. Dr. Galen Strawson im Times Literary Supplement, 15. Oktober 2004 oder ausführlicher in der Deutschen Zeitschrift für Philosophie 53 (2005), S. 3-22, von dem auch o.g. Zitat stammt. Leider kann der Artikel hier nicht “publiziert” werden, ich sende ihn aber bei Interesse gerne zu.
1 Kommentar |
friends&family | Getaggt: Kate Blanchett, Märchen, Narrativität |
Permalink
Verfasst von rossbach
26 Mai 2008
Endlich einmal wieder ein Film aus dem T-Home Angebot, der für mich recht überzeugend war: “Ghost Ship” (nicht zu verwechseln mit dem 80er Jahre-Streifen “Death Ship”).
Die Rubrik “Geisterfilm” würde m.E. besser passen als die Rubrik “Horror”. Denn stets horrormässig geht es im Film nicht unbedingt zu, sondern in Anlehnung an die Andrea Doria wird die Entdeckung eines seit 40 Jahren vermissten Luxuskreuzers durch ein Profi-Bergungsteam gezeigt. Leer und verfallen treibt das Wrack auf einem Kurs Richtung Klippen. Doch tatsächlich leer ist der Dampfer nicht, sondern von Geistern besetzt, die es in Richtung Jenseits zu befördern gilt. Das Bergungsteam bemüht sich jedoch zu lange damit, einen Goldbestand vom Schiff zu sichern, um in voller Besetzung lebend davonzukommen.
Aus meiner Sicht spannend umgesetzt und sogar dann anrührend, wenn ein Bezug zur Vergangenheit gesetzt wird, als bei einer Feier an Deck das Unheil seinen Lauf nimmt. Wie aus einer anderen Zeit klingt [ Senza Fine ] herüber und zu dieser unwirklich klingenden Musik rekonstituiert sich die damalige Situation vorübergehend (Abbildung).
Der Film ergab wirtschaftlich keinen Erfolg. Offensichtlich teilen zu wenig Leute meine positive Einschätzung. So ist denn auch das Feedback zu dem Film nur teilweise positiv. Dennoch, alleine die Szenen, welche den Blick in die Vergangenheit darstellen, sind von der Atmosphäre her definitiv gelungen.
1 Kommentar |
Generell | Getaggt: Ghost Ship, T-Home |
Permalink
Verfasst von rossbach
19 Mai 2008
Die Erkenntnis, dass es außerhalb des eigenen Rübenfeldes auch noch wichtige Probleme geben kann, scheint Kurti völlig abzugehen. Wie sonst kann man ein Treffen mit dem Dalai Lama als “Scheiß” disqualifizieren.
Vielleicht war`s gar nicht so böse gemeint, sondern schlicht der Sprachschatz des heimischen Weinbergs. Dann gilt: Deutschkurse zur Integrationsförderung gibt`s an jeder VHS - auch in Rheinland-Pfalz!
Man kann es aber auch anders sehen - siehe erster Kommentar!
1 Kommentar |
Generell | Getaggt: Beck, Dalai Lama |
Permalink
Verfasst von rossbach