Kölle Alaaf!

An alle Freunde, insbesondere außerhalb Kölns, beste karnevalistische Grüße, ob Polen oder USA, ob Saarland oder NRW :-)

Und hier auch schon gleich eine närrische Glanzleistung des Establishments (wer das wohl ist?): Sperren des Neumarktes für eine der Karnevalssitzungen schlechthin … die Karnevalisten erweisen sich als ideenreich im Organisieren des Widerstandes: http://www.ksta.de/html/artikel/1201184416140.shtml

Daher: allen Schwarznasen ein herzliches …

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2 Antworten zu „Kölle Alaaf!“

  1. rossbach sagt:

    http://www.ksta.de/html/artikel/1201184420176.shtml 31.01.2008:

    Schwarz ist das Volk
    VON PETER BERGER, 31.01.08, 22:13h

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    Es ist der Aufstand der Jecken. Es ist eine Revolte, die vor einer Woche noch undenkbar schien. Es ist ein genialer Coup des Festkomitee-Präsidenten Markus Ritterbach. Schwarze Schaumstoffnasen als Solidaritätsbekundung für den Erhalt der Volkssitzung auf dem Neumarkt. Das Dreigestirn trägt sie, der Festkomitee-Präsident sowieso, der Zugleiter ebenfalls, und alle, denen sie verliehen wird, heften sie sich voller Stolz ans Revers: Wieverfastelovend als Black Nose Day. Was ist der Orden des Festkomitees oder die Prinzenspange gegen diese Schaumstoffkugel? Nichts.
    Die Sozialdemokraten, die gemeinsam mit den Grünen und der Linkspartei das Aus für das Volkssitzungszelt auf dem Neumarkt beschlossen haben, versuchen sich bereits in der Disziplin des geordneten Rückzugs. Wirtschaftsdezernent Norbert Walter-Borjans (SPD) gibt sich als Schwarznase zu erkennen, das Thema wird im Rosenmontagszug eiligst auf einen Wagen gezimmert – und kaum jemand zweifelt noch daran, dass die Volkssitzung auch 2009 wieder auf dem Neumarkt stattfinden wird.

    Die KG Alt-Köllen wird vielmehr ein ganz anderes Problem bekommen: Wie soll sie all die Jecken unterbringen, die mit schwarzen Nasen das Zelt stürmen wollen? Und wie die Volkssitzungsatmosphäre bewahren, wenn es plötzlich als schick gilt, ihr beizuwohnen?

    Die schwarzen Pappnasen sind zum Symbol geworden. Dafür, dass sich die Narren nicht alles gefallen lassen. Dass ausgerechnet das etablierte Festkomitee diese Revolte anführt, der Stunk von hochoffizieller Stelle angezettelt wird, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Es ist kein Aufstand gegen die Obrigkeit, weil sie mit im Boot sitzt. Aber das macht die Sache ja nicht schlechter.

  2. rossbach sagt:

    Aufmarsch der Schwarz-Nasen
    VON ANJA KATZMARZIK UND NORBERT RAMME, 01.02.08, 19:19h
    Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ist bedient. Es ist Festmahl am Hofe Seiner Tollitäten und jeder hat in der Beletage der Hofburg des Dreigestirns am Freitag auf seinem Brotteller eine schwarze Protest-Nase aus Schaumstoff liegen. Jeder. Nur nicht die Sozialdemokratin und ihr Genosse Martin Börschel.

    „So viel Format haben sie dann doch nicht“, kritisiert die Sozialdemokratin (im schwarzen Kleid) das Festkomitee, als sie noch vor den „Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern, Blutorangenparfait und Pralinenmousse“ das Pullman-Hotel an der Helenenstraße verlässt. Und Festkomitee-Chef Markus Ritterbach freut sich diebisch: „Schon gesehen, wer keine Nase hat?“

    Martin Börschel, Fraktionschef der Partei im Rat, die zusammen mit den Grünen und der Linken nun als Volkskarnevals-Gegner gilt, hat dagegen – woher auch immer – gleich zwei: eine rote (auf seiner Mütze) und eine schwarze (am Revers), weil er sich gründlich missverstanden fühlt. Der Text des Ratsbeschlusses, der auf seine Initiative hin kurz vorher geändert worden sei, laute: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, mit dem Festkomitee die Modalitäten zur Durchführung einer Volksproklamation des Kölner Dreigestirns auf dem Neumarkt zu verhandeln.“ Die Zeltfrage sei völlig offen. Fest stehe nur, dass die Kölner Plätze allen Kölnern gehören sollen und nicht durch zu große kommerzielle Veranstaltungen belegt sein sollen. Es könne eine kreative Lösung gefunden werden, „wenn alle wollen und sich ein bisschen bewegen“; und wenn diese nur darin bestehe, dass das Zelt einen Zentimeter kleiner als die Hälfte des Platzes werde. „Oder besser noch 11,11 Zentimeter . . .“

    Festkomitee-Chef Markus Ritterbach dagegen wird weiter von den Karnevalisten auf der Welle des Protests getragen und beklatscht. Ritterbach ruft auf, die Veranstaltung der Karnevalsgesellschaft Alt-Köllen „zu verteidigen“ und droht: „Wir hatten zur Vorbereitung der Nasenaktion nur einen Tag Zeit. Was glaubt ihr, was los ist, wenn wir erst mehr Zeit haben?“ Und in Richtung Börschel und Scho-Antwerpes: „Ihr seid ja nicht verkehrt. Aber was wir an politischer Kultur in der Ratssitzung erlebt haben, hat uns geschockt.“ Im Rathaus gehe es nicht um die Sache, sondern um die Macht.

    Volkssitzungs-Festwagen

    Das Festkomitee hatte am Morgen nach der Ratssitzung bei einem blitzschnell einberufenen Vorstandstreffen mit anschließender Telefonaktion, „sämtliche Hersteller von schwarzen Nasen europaweit kontaktiert“, so Sprecherin Sigrid Krebs – und so die letzten Exemplare für alle Zoch-Teilnehmer am Sonntag und Montag ergattert. Das Biwak der Roten Funken diesen Samstag am „Tatort Neumarkt“ (Präsident Heinz-Günther Hunold) ab 10.30 Uhr wird zur politischen Demonstration. Alle Traditionskorps samt schwarzen Nasen haben ihr Kommen zugesagt. Sie ziehen um 10 Uhr am Gürzenich los.

    Auch im Rosenmontagszug wird die „Volkssitzung“ zum Top-Thema. Kurzfristig wird noch ein großer Festwagen gebaut. Der bislang vorgesehene Wagen der KG Alt-Lindenthal (Motto: Trainingslager), bei dem Vertreter aller Fraktionen auf Oberbürgermeister Fritz Schramma eindroschen, ist schon wieder auseinandergerissen worden. Das Wagengerippe erhält bis Montagmorgen einen neuen Aufbau. „Vier Wagenbaufirmen arbeiten zusammen, haben ihren Handwerker aus dem Wochenende geholt“, sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn.

    Auf dessen Schreibtisch stapelten sich am Freitagmittag eine ganze Reihe Vorschläge von verschiedenen Karikaturisten, aber ein genauer Entwurf stand bis zum Abend noch nicht fest. FK-Sprecherin Krebs: „Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck. Es werden noch unterschiedliche Elemente und Ideen zusammengefügt.“ Das ist ein absolutes Novum für Köln und das Festkomitee: Erstmals wird am Rosenmontag ein Persiflage-Wagen durch die Stadt rollen, den zuvor noch niemand gesehen hat.

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1201184428793

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