Das war die Große Kinonacht und Clip Contest Windeck

Einerseits Tradition, andererseits Innovation – unter diesem Motto stand die Große Kinonacht der Jungen Undion Windeck. Die Idee, diese Veranstaltung um einen weiteren Film sowie ein interaktives Element zu erweitern, gefiel mir von Anfang an. Da ich mich mit den unterschiedlichen Facetten von Filmfestivals bereits im Zusammenhang mit meiner medienpolitischen Tätigkeit befasst habe, unterstützte ich die JU deshalb ein wenig beim Ausbau ihrer Kinonacht.

Zunächst einmal verlagerten wir die „Open-Air-Veranstaltung“ in die optisch ansprechenden Räumlichkeiten der historisch Kabelmetall-Halle in Schladern. Unter den Händen vieler freiwilliger, fleißiger Helfer wurde sie im Lauf der letzten Wochen zu einer Kino-Location mit entsprechender Inszenierung. Hier wurden neben dem Familienfilm „Madagascar 2“ und dem Kulturfilm „Contergan“ erstmalig in diesem Jahr die Preise des Clip-Contest-Windeck verliehen. Im Anschluss an die Laudationen, die natürlich mit einem Einblick in die jeweiligen Clips verbunden waren, fand ein Interview von Mirek Nitsch, Justitiar der Produktionsfirma des TV-Zweiteilers „Contergan“ statt. Mit den dadurch vermittelten, besonderen Einblicken, konnten die Besucher der Kinonacht im Anschluss den Film aus neuen Blickwinkeln sehen.

Besonders erfreulich war die gute Stimmung im Saal und das hohe Engagement der Clip-Produzenten, der Jury (insbesondere auch die geduldige Mitwirkung von Janine Kunze bei vielfältigen Foto-Schnappschüssen und Autogrammen), der Moderation, der Besucher, der Beteiligten von A wie Architekt bis Z wie Zauberer (der Beamerprojektion), des Veranstaltungsteams und auch des Hallen-Eigentümers Peter Schadel. Diese Faktoren waren Lohn und Ansporn für eine Menge Arbeit im Vorfeld. Das Ziel wurd erreicht: Medienkompetenz, Inhalte und auch –Verfügbarkeit (Stichpunkt DSL) sind Themen, die auch nach Windeck passen. Dies wurde bei dieser Veranstaltung mehr als deutlich.

Eindeutiger Höhepunkt des Abends war der Clip Contest Windeck. Mehr dazu in den Kommentaren. Die prämierten Videos sind unter www.clip-contest-windeck.de abrufbar.

3 Responses to Das war die Große Kinonacht und Clip Contest Windeck

  1. rossbach sagt:

    Unter den BesucherInnen der Kinonacht befanden sich viele Hobbyregisseure, -schauspieler und –produzenten, die in den letzten Wochen selbst zur Kamera gegriffen und eigene filmische Ideen entwickelt und beim Clip Contest Windeck eingreicht haben. Insgesamt sind 27 Clips eingegangen, produziert von Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen. Vom dokumentarisch geprägten Clip, über kunstvoll-kreative Projekte, Musikvideos bis hin zu Filmen mit hohem schauspielerischen Einsatz, zeigten alle Einsendungen, dass auch Schnitttechnik und Filmmusik wichtiges Element eines gelungenen Clips. Es ist deutlich zu erkennen, dass viel Arbeit und Mühe in die auf Sevenload eingestellten Clips für den CCW investiert worden sind. Insgesamt mehrere tausend Klicks belegen: das Interesse am Wettbewerb war sehr hoch.

    Wegen der Unterschiedlichkeit der Clips und der Produzenten hatte die Jury entschieden, die Preise nicht als abgestuftes Ranking zu vergeben, sondern je einen Preis für den aus medienpolitischer, schauspielerischer und den Gesichtspunkten der Produktion am besten realisierten Film zu vergeben. Dafür stehen unsere drei Jurymitglieder: der Medienminister Andreas Krautscheid, die Schauspielerin Janine Kunze und der „Contergan“-Produzent Michael Souvignier (der krankheitsbedingt durch Jens Bujar, Creative Director von Grundy Light Entertainment, vertreten wurde). Der Preis für das Video mit den meisten Klicks und damit der größten Zuschauerresonanz wurde durch den Schirmherrn der Veranstaltung, Landrat Frithjof Kühn überreicht. Die Preise wurden dabei auf die Gewinner insoweit abgestimmt, dass wir für Gruppen Preise gewählt haben, die unter einer möglichst großen Anzahl von Mitwirkenden aufgeteilt werden konnten. Daher wurde bei den zwei Gruppenpreisen der I-Pod-Nano durch je 10 Tickets für „Das Supertalent“ ersetzt, der sich leichter auf 10 Personen aufteilen lässt 😉

    Der mit 17,5 Klicks pro Tag am häufigsten abgerufenen Clip war das Musikvideo „like the wind“ von Frank Christgen. Er hat dieses Video für seine Frau konzipiert und kunstvoll mit eigenem Gesang umgesetzt. Somit war es logisch, dass der Landrat den ihm als Laudator als Dankeschön zugedachten Blumenstrauß direkt an die ebenfalls anwesende Regina Christgen weitergab.

    Der Preis für vorbildliche Mediennutzung wurde von Medienminister Andreas Krautscheid vergeben. Er stammt aus Wissen an der Sieg, besuchte das Siegtal-Gymnasium in unserer Nachbargemeinde Eitorf und lebte auch dort. Auf diese Weise hat er also eine doppelte Verbindung zum Clip-Contest-Windeck. Denn Förderung der Medienkompetenz ist ein wichtiger Bestandteil der medienpolitischen Tätigkeit und gerade diese Komponente ist es, die auch das Konzept des CCW entscheidend prägt. Junge Menschen sind heutzutage mit Medien meist recht vertraut, diese Kenntnisse aber produktiv und gewinnbringend einzusetzen kann und muss gefördert und gefordert werden. Wer sich über den reinen Medienkonsum selbst als Mediengestalter beweist und seinen kreativen Umgang als gestalterisches Moment in die Gesellschaft einbringt, schafft Mehrwert. Ebendies gelang mit den Clips des CCW, insbesondere dem der Villa Laurentius, „Entspannung in Windeck – mit guter Musik“.

    Den Preis für das beste Konzept aus der Sicht der Produktion wurde in Vertretung von Jens Bujar vergeben. Als Creative Director der TV-Show-Schmiede „Grundy Light Entertainment“ ist er für Produktionen wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Das Supertalent“ verantwortlich. Als Produzent obliegen ihm vielfältige Aufgaben: Er ist an der Entstehung einer Idee maßgeblich beteiligt, sucht die Autoren, liest und beurteilt Drehbücher, überwacht die Entwicklung eines Projekts und stellt auch die Finanzierung zusammen. Er erstellt mit dem Regisseur und dem Produktionsleiter den Drehplan und ist letztlich für die Durchführung und Fertigstellung einer Produktion verantwortlich. Dramaturgische Fähigkeiten, Organisationstalent und ein Gespür für Ideen, die das Publikum faszinieren sind für den Produzenten unabdingbar. Blickt man mit den Augen eines Produzenten auf eine Film oder Clip, zählen also auch die wirtschaftlichen Komponenten, zu denen künstlerisch-solide Ausführung hinzutritt. Diese treffen nach Meinung des Jurymitgliedes Michael Souvignier ebenso wie von Jens Bujar im Clip des Spvgg Fortuna Imhausen zusammen.

    Was wäre eine Film ohne Darsteller, ohne jene Menschen, die Konzepte zum Leben erwecken, Figuren, die im Kopf von Drehbuchautoren existieren Leben einhauchen und es überhaupt erst ermöglichen, dass das Publikum in die Welt des Films hineinzuziehen? Aus dieser Warte hielt die Schauspielerin Janine Kunze eine emotionale Laudatio zum Preis für die beste schauspielerische Leistung. Ihre erste Bühnenerfahrung sammelte sie bereits im Alter von zehn Jahren bei Auftritten in Kinder-Musicals. Viele Theateraufführungen folgten und schließlich eine Schauspielausbildung. Bekannt wurde sie vor allem durch die Rolle der Carmen Kramer in „Hausmeister Krause“. 2001 wurde sie mit der „Goldene Rose von Montreux“ – Silberne Rose für „Mircomania“ und 2002 mit dem Deutscher Comedypreis als Teammitglied von „prämierte sie den Clip des 1a Jugendtreff, „Versuchs mal mit Gemütlichkeit“, der durch originelles Konzept und engagierte Nachwuchsschauspieler besticht.

    Natürlich gab es auch Clipbeiträge, die professionell realisiert wurden und deren Vergleich mit den semiprofessionellen Clips der übrigen Einsender daher schwer fiel. Einer dieser Clips stammt von dem Förderverein Windeck. Er schildert anschaulich, wie Waisenkinder in Sambia leben und in welcher Weise sie von den „Schwestern vom heiligen Kreuz“, in besonderer Weise aber durch Schwester Regina unterstützt werden. Ein solches Projekt zu unterstützten ist wichtig und unabdingbar. Daher gibt es zu diesem besonderen Projekt eine besondere Unterstützungsmaßnahme, die aus einer Sammlung im Saal bestand. Inclusive einer großzügigen Einlage der Frauen-Union Windeck ergab sich ein Betrag von knapp über 400 Euro.

  2. Edelgard Jünger sagt:

    Als Vorsitzende des Vereins „Die Windecker Jugend e.V.“ möchte ich mich im Namen des „1A-Jugendtreff“ für dieses aussergewöhnliche Projekt bedanken. Die Jugendlichen haben sich mit viel Engagement beteiligt und durch die Anerkennung in Form eines Preises eine besondere Bestätigung erhalten. Die offene und besonders herzliche Art der Laudatorin Janine Kunze gegenüber den Jugendlichen war bewundernswert und hat das Selbstwertgefühl der Jugendlichen enorm gestärkt. Vielen Dank an die JU-Windeck und Thomas Rossbach noch einmal für den enormen Einsatz und die geleistete Arbeit, die hinter diesem Projekt stand. Wir freuen uns schon auf die nächsten Projekte.
    Edelgard Jünger

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