Schwarz-Grün diskutiert. Mehr Medien – Mehr IT – Mehr Gründer. Was muss Köln anders machen?

3 Mai 2016

Hintergrundfolie

Hochtechnologie ist keine lokale Frage. Das stellte Wolfgang Wagner, Direktor Produktion und Technik des WDR sowie Gastgeber des ersten schwarzgrünen Meetings des AK Medien der CDU Köln im WDR, bereits im Eingangsstatement fest. Eine Chance im Standortwettbewerb um IT und Medien hat Köln nur, wenn es gelingt, die Treiber vor Ort zu binden. Diese originäre Aufgabe der Wirtschaftsförderung kann jedoch nur mit klarer Zielsetzung, ausreichend Mitteln und vor allem eindeutigem politischen commitment erfolgversprechend angegangen werden.

Dieses fiel vonseiten Hans Schwanitz MdR (Sprecher der GRÜNEN Köln) und Dr. Ralph Elster MdR (stv. Vorsitzender der CDU Ratsfraktion), die meiner Einladung gefolgt waren, zwar eindeutig aus: „CDU und GRÜNE wollen neue, starke Impulse in der Wirtschaftsförderung setzen.“ Bemängelt wurden von vielen der mehr als 30 anwesenden Branchenvertreter jedoch ein aktuell unklares Entwicklungsziel und somit auch eine fehlende Strategie der bestehenden Wirtschaftsförderung im Medien-/IT-Bereich. Dabei ist es ein Paradoxon der Wirtschaftsförderung, technologischen Entwicklungen und sich wandelnden Geschäftsmodellen einerseits hinterher zu hinken, diese andererseits aber vorweg erkennen zu müssen. Für eine Verwaltung ist das kaum leistbar. Wirtschaftsförderung in besonders von Digitaler Transformation betroffenen Bereichen muss daher Unternehmen und ihre Repräsentanten einbinden, deren Kompetenz nutzen und sie als Berater aktivieren. Dadurch kann sich Wirtschaftsförderung im amtlichen Sinne auf die Kernaufgaben konzentrieren: Problemlöser und One-Stop-Agency zu sein –nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Arbeitnehmer, bis hin zur besseren Vernetzung anwendungsorientierter Studiengänge mit dem Bedarf vor Ort.

Dabei kommt es auf Effizienz an. Diese lässt sich idealerweise anhand eines „Businessplans“ mit klar definierten Kennzahlen messen: „Wie viele und welche Unternehmen will ich ansiedeln, welchen Invest bedeutet dies und welchen Rückfluss an Steuergeldern?“, erläuterte ein Besucher des Arbeitskreises anhand von Beispielen in NRW – inklusive der Akquise signifikanter Fördermittel.

Von derart schlagkräftiger Medien/IT-Entwicklung scheint man sich in Köln nach früheren Erfolgen wie der Ansiedlung von Unternehmen der entstehenden Computerspielebranche sowie der gamescom entfernt zu haben. Grund genug, den politischen Wechsel zu nutzen und auch in diesem Handlungsfeld gemeinsam an einer Verbesserung der Strukturen und Instrumente zu arbeiten. Auch im Arbeitskreis wollen wir die heute erfolgreich praktizierte schwarz-grüne Zusammenarbeit gerne fortsetzen.

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Fotos: privat, WDR/Herby Sachs

 

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Journalismus erlebt den 11. September …

8 Januar 2015

… treffender als Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblattes im heutigen „Morning Briefing“, hätte man es kaum sagen können. Das gilt auch für die Frage der Konsequenzen, die Frage des Umgangs mit diesem bestialischen Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Auch wenn Satire überspitzen muss und aus Sicht mancher Betroffener im Graubereich des guten Geschmacks agiert, das muss dazugehören. Religion zu missbrauchen, um so gegen Satire vorzugehen, ist abartig. Sich noch einen Schock-Propaganda-Effekt wie die IS zu erhoffen, ist bestialisch. Wir dürfen uns davon weder zu Gewalt noch zu Stillschweigen bringen lassen!

Hier klicken, um zum Artikel von Gabor Steingart zu gelangen


Die Demografische Entwicklung schlägt auch im Medienbereich zu

26 Januar 2013

Unter anderem diese zwar nicht überraschende, aber vor allem wegen ihrer prägnanten Aufbereitung (siehe Foto mit Schaubild im Hintergrund: -31% jüngere Menschen im Bereich der Publizistik, im Bereich Kreation aber auch -14,5%) interessante Information war von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Arbeitsmarktkonferenz Medien am 24.01.2013 zu erhalten. Die Tagesveranstaltung hatte im ersten Teil neben einer Reihe von Grußworten das Ziel, sich der Fragestellung zu widmen „Digitale Stadt, digitales Medienland, digitale Wirtschaft – was heißt das für Arbeitsmarkt und Beschäftigung?“. Dies geriet allerdings leider und trotz interessanter Referenten eher zu einem Austausch von Allgemeinplätzen bis hin zum aktuellen Stand des Bauprojektes „Flughafen Berlin“.

Spannender war ein Panel mit Menschen aus der Praxis am Nachmittag, zum Thema „Von der Kunst, leben zu können – von der Kunst leben? Wie sozial sind die Arbeitsbeziehungen für Kultur- und Medienschaffende?“ Sei es der Komponist Matthias Hornschuh, das Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Film- und Fernsehschauspieler Julia Beerhold oder gar der Leiter der Künstlersozialkasse, Uwe Fritz: jeder konnte durch seine Beiträge die Struktur und somit auch die Probleme der sozialen Absicherung von Künstlern anschaulich illustrieren.

Für mich als Leiter des AK Medien+Kommunikation war dies eine wirklich ergiebige Runde, die sich in den Gesprächen nach der Veranstaltung fortsetzte. Einmal mehr wird erkennbar: weniger die Allgemeinplätze aus Politik und Verwaltung (O-Ton eines Teilnehmers: „Hier in Köln stehen die Verantwortlichen mit offenen Armen rum, aber dennoch werden Innovationen woanders generiert. Hier wirken meist externe Effekte.“), sondern mehr die ganz konkreten Hinweise aus Medien- und Kulturwirtschaft bringen die Diskussion voran.

Der Arbeitskreis wird daher als wichtigsten Kanal den direkten Kontakt zur Branche auch weiterhin halten.

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Von Warnhinweisen bis Social Media

20 Mai 2012

Content urheberrechtlich schützen und gleichzeitig vermarkten – was sich wie die Quadratur des Kreises liest, kann gelingen. Wie – damit befasste sich eine Veranstaltung der Arbeitskreise Medien der CDU Köln und Rhein-Sieg am 19.06.2012. Die anwesenden Medienschaffenden, Vertreter von Medienunternehmen, aber auch interessierte Mitglieder und Bürger diskutierten sehr engagiert mit den Panelteilnehmern. Hierzu gehörten u.a. Prof. Dr. Krings MdB, als Vizevorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Hans-Joachim Otto MdB und Vertreter von ECO, mediamusic sowie dem TV-Produzenten Filmpool. Bei der kreisverbandsübergreifenden Veranstaltung beteiligten sich die Vorsitzende des Rhein-Sieg-Kreises, Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB als Moderatorin, und der Kölner Vorsitzende Bernd Petelkau als Schlussredner. Mehr Infos auf http://www.cdu-koeln.de/thread.php?threadid=3581