100% Gigabit – auch für Köln!

4 Juni 2018

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Digitalisierungs-Offensive für Köln: NetCologne investiert 100 Mio. Euro

14 Oktober 2017

Pressetermin zum Thema „Köln auf dem Weg zur digitalen Metropole“ mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker und NetCologne-Geschäftsführer Timo von Lepel am 12.10.2017. Foto: Marius Becker

NetCologne startet eine umfassende Digitalisierungs-Offensive für Köln und wird in den kommenden fünf Jahren 100 Mio. Euro in die digitale Infrastruktur der Stadt investieren. Das Programm beinhaltet die Anbindung von zusätzlichen 100.000 Haushalten mit Glasfaser, den Gigabit-Ausbau von zehn Gewerbegebieten, die Glasfaser-Anbindung aller Kölner Schulen sowie den Ausbau des öffentlichen WLAN-Netzes HOTSPOT.KOELN.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Als stärkster Wirtschafts- und Technologiestandort in Nordrhein-Westfalen hat sich Köln zu einem Hotspot für die Digitalisierung und digitale Transformation in der Bundesrepublik entwickelt. Unsere Stadt wächst weiter und zieht besonders die innovativen Startup-Unternehmen an. Die Qualität der digitalen Infrastruktur steigert die Lebensqualität für die Menschen in unserer Stadt und ist ein erheblicher Standortfaktor für die Wirtschaft. Mit dem neuen Maßnahmenplan sichern wir uns jetzt die Spitzenposition in Richtung digitale Zukunft.“

NetCologne Geschäftsführer Timo von Lepel: „Mit unserer Ausbau-Offensive investieren wir 100 Mio. Euro in die digitale Infrastruktur und befördern Köln ins Gigabit-Zeitalter.“ Das Projekt „DigitalNetCologne“ umfasst einen vier-Punkte-Plan für Köln und wird noch in diesem Jahr starten.

Wirtschaftsfaktor Gigabit: Ausbau Gewerbegebiete
Bis Ende 2018 wird NetCologne die zehn größten Gewerbegebiete in Köln mit Glasfaser ausbauen. Damit stehen den Unternehmen dort Bandbreiten bis zu 10 Gbit/s zur Verfügung. Der Ausbau erfolgt ohne Quote, für die Unternehmen fallen keine Kosten an. Diese Gewerbegebiete werden erschlossen: im Norden Merkenich, Longerich, Ossendorf und Niehl, im Westen Marsdorf und der Maarweg, im Süden Hahnwald sowie rechtsrheinisch Eil/Heumar, Mülheim und Dellbrück.

Stabiles Highspeed-Netz für 450.000 Haushalte
NetCologne wird weitere 100.000 Haushalte an das eigene Glasfasernetz anschließen. Das Netz wird mit der neuesten G.Fast-Technologie ausgestattet, sodass nach Abschluss der Arbeiten in Summe 450.000 Haushalte in Köln von Gigabit-Bandbreiten profitieren können. NetCologne baut das Netz nach dem Open-Access-Prinzip: „Der Glasfaserausbau in Deutschland muss volkswirtschaftlich sinnvoll erfolgen – wir schaffen die digitale Infrastruktur für unsere Heimatstadt Köln“, sagt von Lepel.

Glasfaser für Kölner Schulen
Seit über 20 Jahren begleitet NetCologne mit dem Projekt „Schulen im NetCologne Netz“ (SiNN) die Kölner Schulen auf dem Weg in die Digitalisierung. Rund 200 Schulgebäude sind bereits heute an das Glasfasernetz des Unternehmens angeschlossen. Im Laufe des kommenden Jahres werden weitere 100 Schulen angebunden. Damit verfügen nach Abschluss der Maßnahmen alle Schulen über gigabitfähige Anschlüsse. Zusätzlich wird die WLAN-Infrastruktur weiter ausgebaut und 140 Schulgebäude werden vollständig ausgeleuchtet. Der
Ausbau wird von der Stadt über Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ finanziert.

HOTSPOT.KOELN: WLAN für alle
Das kostenfreie WLAN-Netz HOTSPOT.KOELN umfasst bereits heute 850 Hotspots an zentralen Plätzen der Stadt. Täglich wird es von 55.000 Menschen genutzt. In den kommenden drei Jahren wird NetCologne gemeinsam mit der Stadt das öffentliche WLAN auf 1.200 Hotspots erweitert. Geplant ist unter anderem eine Verdichtung im Innenstadtbereich um zentrale Einkaufsstraßen sowie die Ausleuchtung des Rheinufers im Schiffsanlegebereich. Die einzelnen WLAN-Antennen sind extrem leistungsstark mit bis zu 1 Gbit/s angebunden.
Außerdem ist keine Eingabe von persönlichen Daten erforderlich.

400 Kilometer Glasfaser
Im Zuge des Projekts wird NetCologne in den kommenden fünf Jahren insgesamt rund 400 Kilometer Glasfaserleitungen in Köln verlegen. Die Stadt Köln und NetCologne sind sich dieser Herausforderung bewusst und werden hierfür gemeinsam die notwendigen Projektstrukturen schaffen. Um punktuelle Verkehrsbelastungen zu minimieren, werden die Bauarbeiten zudem auf unterschiedliche Stadtteile verteilt.

Quelle: PM NetCologne 12.10.2017


NetCologne bringt bis zu 100 MBit/s nach Morsbach!

26 Juni 2016

Darüber freue ich mich umso mehr, als ich dieses Projekt mit vielen Herausforderungen seit mehr als einem Jahr gemeinsam mit den Kollegen bei NetCologne und von AggerEnergie, sowie Bürgermeister Jörg Bukowski und Guido Kötter entwickelt habe.

Zunächst sah es mit rund 27km Trassenbau so aus, als ob dies nicht wirtschaftlich werden könnte. Aber wir fanden schließlich doch Synergien und technische Möglichkeiten, sehr effizient vorzugehen. Damit trafen wir den Bedarf der Bürgerinnen und Bürger: innerhalb von nur 4 Wochen registrierten sich mehr als 20% der potentiellen Kunden! Damit kommen 4.000 Privathaushalte und 150 Unternehmen im ländlichen Bereich auf bis zu 100 MBit/s – und das ohne Förderung!

Umso mehr freute ich mich, am 23.06.2016 auch zusammen mit den Bauunternehmen und deren Mitarbeitern, endlich den Spatenstich vollziehen zu dürfen. Die entsprechende Pressemeldung finden Sie hier: 160623 PM_Morsbach_Startschuss fuer den Glasfaserausbau

Spatenstich_Morsbach


Breitbandausbau in Windeck – brauchen wir das?

7 Januar 2013

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Gestern traf ich zufällig Freunde aus Windeck. Diese wussten, dass ich den dortigen Glasfaser-Ausbau seitens der NetCologne vorangetrieben habe.

Partner bei der im Herbst 2012 begonnenen Ausbauaktivität ist die RWE, welche die Tiefbauarbeiten übernimmt, und so ermöglicht, dass die NetCologne die meisten Einwohner mit bis zu 50 MB/s schnellem Internetanschluss versorgen kann. Für die Kommune entstehen dabei keine Kosten, denn zugrunde liegt eine Vereinbarung zwischen NetCologne und RWE.

„Brauchen wir das wirklich?“ war die Frage meiner Windecker Freunde. „Dadurch bekommen wir auch nicht mehr Firmen nach Windeck“.

Natürlich ist eine Ansiedlung von Firmen oder Bürgern eine Entscheidung, die von mehreren Faktoren beeinflusst wird. Windeck muss als ländliche Kommune mit entsprechenden Vorzügen punkten (bspw. Wohnqualität für Familien). Windeck hat aber auch Nachteile durch die Entfernung zu Ballungszentren, was angesichts des Trends zur Urbanität häufig die Familien-Wohnqualität überkompensiert – erkennbar bspw. an den Immobilienpreisen.

Deshalb muss die Entfernung überbrückt werden – da in absehbarer Zeit kein Autobahnanschluss ansteht, muss es schon zwangsläufig die Datenautobahn sein. Also: ohne funktionsfähigen Internetanschluss bleibt Windeck zwar landschaftlich schön, aber insoweit abgehängt im Standortwettbewerb.

Bisher wurde Windeck mit zumeist niedrigen Bandbreiten versorgt. Ich konnte das als Privatanwender aus erster Nähe erleben, denn von 2009 bis 2011 wohnte ich in Windeck-Wilberhofen. Häufig stockte die Internetverbindung, das Versenden von Mails mit Anhängen verlief langsam, Downloads von Musik und Videos – legal natürlich 😉 – dauerte ebenfalls lange, Nutzung von Video on Demand war nur mit schlechter Qualität möglich, und wenn sonst niemand im Haus das Internet nutzte.

Da ich auch noch hin und wieder von zuhause aus für die NetCologne arbeitete, musste ich aufs Firmennetzwerk und dort gespeicherte Daten zurückgreifen – für meine bisher aus dem von mehreren Anbietern gut versorgten Köln gewohnte Arbeitsweise: nervtötend langsam.

Es ist nicht mehr die klassische E-Mail, welche die Vernetzung der Gegenwart repräsentiert, sondern es sind Vernetzungen von Standorten und Dienste „aus der Cloud“, von irgendwo aus dem Internet. Künftig wird es die Vernetzung von Geräten und Diensten sein, wie man es jetzt nur ansatzweise aus dem Medienbereich kennt. Diese Anwendungen – sei es Smart Metering für Energiedaten, seien es Sicherheitsanwendungen, sei es die Steuerung der kompletten Funktionen eines Hauses – stellen zunehmende Anforderungen an die Bandbreite, auch in Windeck. Hier droht nach wie vor die digitale Schere, die ländliche Bereiche von der Informations- und Wissensgesellschaft abschneidet.

Für Endkunden mag die Nutzung dieser Möglichkeiten eine individuelle Entscheidung sein, wie bei allem Facebook&Co besteht immer noch die Option des Abschaltens.

Aber wie sieht es nun für Firmen aus? Unternehmen und deren Anwendungen vom CAD-Dateiaustausch und der elektronischen Krankenakte bis hin zum Rechenzentrum von größeren Unternehmen erfordern zwangsläufig Bandbreiten, die über die gewohnte Grundversorgung hinausgehen.

Um also die Frage meiner Freunde zu beantworten: Man kann nun nicht behaupten, dass alleine das Vorhandensein von schnellen Internetverbindungen Gewerbetreibende (oder sogar Industrieunternehmen, wie es in Windeck geschehen soll) veranlasst, an einen Standort X zu ziehen. Aber man muss realisieren, dass ohne Internetanbindung keine Standortentscheidung für die Kommune X mehr positiv ausfällt, und im Wettbewerb zwischen Gemeinde X und Y, die verfügbare Bandbreite ein entscheidendes Kriterium darstellt.

Viel dezidierter als in diesem kleinen Weblog-Artikel wird der Sachverhalt übrigens in folgendem Beitrag aus „Land in Form“ von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume dargestellt: LandInForm_2012_4_Fokus